Verbinden Sie Ihre Regentonnen – für mehr Kapazität und bessere Nutzung

Verbinden Sie Ihre Regentonnen – für mehr Kapazität und bessere Nutzung

Regenwasser zu sammeln ist eine einfache und umweltfreundliche Möglichkeit, Trinkwasser zu sparen und die natürlichen Ressourcen sinnvoll zu nutzen. Doch viele Gartenbesitzer stellen fest, dass eine einzelne Regentonne schnell überläuft – besonders bei starkem Regen. Wenn Sie mehrere Tonnen miteinander verbinden, erhöhen Sie die Speicherkapazität deutlich und können das Regenwasser effizienter nutzen. Hier erfahren Sie, wie das funktioniert und worauf Sie achten sollten.
Warum Regentonnen verbinden?
Durch das Verbinden von zwei oder mehr Regentonnen entsteht ein System mit deutlich größerem Fassungsvermögen. So können Sie in Trockenperioden länger auf gesammeltes Regenwasser zurückgreifen und vermeiden gleichzeitig, dass bei starkem Regen wertvolles Wasser ungenutzt überläuft.
Ein verbundenes System sorgt außerdem für eine gleichmäßige Wasserverteilung. Sie müssen nicht erst eine Tonne leeren, bevor Sie die nächste nutzen können – das spart Zeit und macht die Bewässerung Ihres Gartens komfortabler.
Die richtigen Regentonnen auswählen
Bevor Sie mit dem Aufbau beginnen, sollten Sie passende Regentonnen auswählen. Überlegen Sie dabei:
- Kapazität: Übliche Regentonnen fassen zwischen 200 und 300 Liter, größere Modelle bis zu 1000 Liter sind ebenfalls erhältlich.
- Material: Kunststofftonnen sind leicht und preiswert, während Holz- oder Designmodelle optisch besser in den Garten passen können.
- Standort: Achten Sie auf einen stabilen, ebenen Untergrund, damit das Wasser gleichmäßig zwischen den Tonnen fließen kann.
Wenn Sie bereits eine Tonne besitzen, empfiehlt es sich, eine weitere des gleichen Typs zu kaufen – so passen Anschlüsse und Verbindungsstücke meist problemlos zusammen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Verbinden
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Regentonnen zu verbinden. Am einfachsten ist die Verbindung über einen Schlauch oder ein Rohr an den Seiten der Tonnen. So gehen Sie vor:
- Tonnen positionieren: Stellen Sie die Tonnen dicht nebeneinander auf eine feste, ebene Fläche – etwa auf Pflastersteine oder eine Holzplattform.
- Löcher bohren: Bohren Sie in jede Tonne ein Loch auf gleicher Höhe, etwa 5–10 cm unter dem oberen Rand.
- Verbindung herstellen: Setzen Sie eine Schlauchverbindung oder ein Rohr zwischen die Tonnen ein. Verwenden Sie Dichtungen, um Leckagen zu vermeiden.
- Fallrohr anschließen: Leiten Sie das Regenwasser vom Dach über das Fallrohr in die erste Tonne. Sobald diese voll ist, fließt das Wasser automatisch in die nächste.
- Überlauf einbauen: Installieren Sie an der letzten Tonne einen Überlauf, damit überschüssiges Wasser sicher abgeleitet wird.
Wer möchte, kann zusätzlich an jeder Tonne einen Hahn anbringen, um Wasser separat zu entnehmen oder eine Gartenschlauchkupplung zu nutzen.
Probleme mit Druck und Überfüllung vermeiden
Damit das System optimal funktioniert, sollten alle Tonnen auf gleicher Höhe stehen. Ist eine Tonne höher oder niedriger, verteilt sich das Wasser ungleichmäßig. Wenn die erste Tonne trotzdem überläuft, kann eine größere Verbindung oder eine Anpassung der Höhen helfen.
Reinigen Sie regelmäßig Dachrinnen und Filter, damit Laub und Schmutz das System nicht verstopfen. Ein einfaches Fallrohrfilter verhindert, dass grobe Partikel in die Tonnen gelangen.
Regenwasser sinnvoll nutzen
Mit einem größeren Regenwassersystem können Sie das gesammelte Wasser vielseitig einsetzen:
- Bewässerung von Rasen, Blumen- und Gemüsebeeten
- Reinigung von Gartenmöbeln, Werkzeugen oder Terrassen
- Befüllen von Gießkannen oder kleinen Teichen
Regenwasser ist weich und kalkarm – ideal für Pflanzen und Gartengeräte. Es sollte jedoch nicht als Trinkwasser oder für die Zubereitung von Speisen verwendet werden, da es Verunreinigungen enthalten kann.
Eine lohnende Investition für Umwelt und Geldbeutel
Das Verbinden von Regentonnen erfordert nur wenig Aufwand, bringt aber große Vorteile. Sie sparen Trinkwasser, entlasten die Kanalisation und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz. Gleichzeitig profitieren Sie von einer zuverlässigen Wasserversorgung für Ihren Garten – ganz ohne zusätzliche Kosten.
Mit einem gut geplanten System nutzen Sie die natürlichen Niederschläge optimal und sind bestens vorbereitet – auf regenreiche wie auf trockene Zeiten.











